Unser Gutshausblog



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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Nebel

Ohne Kontur


Auf dem Feld von Horizont keine Spur

Der Milchnebel möge sich lichten

Das Licht seinen Weg zu uns finden



Auch wenn es erst kurz vor dem Abschied erscheint

die Gutsherrin am: 25.02.2010, 09.20 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL

Total vernebelt


präsentierte sich heute die Welt draussen - aber auch hier drinnen.

Die milchige Hülle des frühen Morgens liess selbst die Hunde nach ein paar Metern nur noch als Schatten erscheinen.
Auch Geräusche schien die wattige Umgebung zu schlucken.
Doch nach und nach drangen auch orientierungsvolle Laute zu mir durch.

Das Muhen aus den Weiten der verhüllten Landschaft ließ mich wissen: die Kühe sind weiterhin auf der Weide. Ein blechernes Geräusch aus Richtung Park ließ erkennen: am Schloss wird weiterhin gearbeitet und das Gebrumme mit dem abgehackten Anschlag aus Richtung Dorf meldete mir: die Müllabfuhr ist eingetroffen.

Wir fanden auch wieder durch die verschleierte Welt nach Hause - dort allerdings waren inzwischen die Gipser am Werk und es sah drinnen im Salon fast genauso aus wie draussen vor dem Fenster.



Aus der beschädigten, noch originalen Stuckdecke soll wieder ein Schmuckstück werden. Und so nebelt es wohl noch eine ganze Weile weiter, ein zarter Schleier legt sich trotz fest geschlossener Türe auf alle Möbel und Polster.

Und nun ein paar ganz private Worte:

Dieses Blog dient Gästen und Besuchern des Hotels als Informationsquelle, aber auch Freunden und Bekannten als Mitteilungsmedium.
Nun wollte ich das Private nicht in den Vordergrund stellen, was sich aber durch die plötzliche, schwere Erkrankung unserer Tochter nicht vermeiden ließ.

Nur so konnte ich sofort alle erreichen, die es wissen sollten. Nur so kam aber auch dadurch dieses großartige Feedback zustande, dieser Trost und dieses Mitgefühl, die uns so viel Kraft gaben und uns viel helfen in diesen schweren Stunden.

Ich habe mich nun entschlossen, alle Mitteilungen über den Krankheitsverlauf unter ein Passwort zu stellen. Nicht, dass ich etwas verbergen wollte, aber fremde Personen und interessierte Kunden möchte ich nicht mit einer privaten Krankengeschichte konfrontieren.
Alle, die bereits mit tröstenden Worten und Gesten am Schicksal unserer Tochter teilnahmen, werde ich das Passwort selbstverständlich mitteilen.
Sollte ich jemand vergessen haben, so kann er sich gerne bei mir melden.

Ein herzliches Dankeschön für eure einfühlsamen Kommentare, ich hoffe, irgendwann wird Annika sie alle nachlesen können.
Hier noch einmal offiziell: Sie kämpft weiterhin, wir hoffen der seidene Faden reisst nicht und die Lage bleibt stabil. Wir stehen in ständigem Kontakt mit den Ärzten der Intensivstation der Uniklinik und sind mit deren Bemühungen sehr zufrieden. Mögen alle Kerzen die für sie leuchten ihre Wirkung nicht verfehlen....

die Gutsherrin am: 09.12.2009, 21.34 | (9/0) Kommentare (RSS) | PL


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